RATGEBERAnreise nach Sardinien mit der Familie: Fähre oder Flug?
Die Frage nach Fähre oder Flug ist eigentlich eine Frage nach dem Gepäck. Wer mit Kindern und Kletterausrüstung reist, hat schnell eine Menge dabei – und das entscheidet darüber, welche Anreise entspannter wird.
Die eigentliche Frage: Wie viel nehme ich mit?
Vor der Entscheidung zwischen Fähre und Flug steht eine andere Frage: Wie viel Gepäck und welche Ausrüstung nehmen Sie mit? Kletterseile, Gurte, Kindersitze, ein Zelt oder einfach nur Schuhe und einen Gurt – das Volumen unterscheidet sich erheblich und bestimmt, welche Anreise besser passt.
Mit der Fähre
Sardinien wird von mehreren Häfen aus angefahren. Aus Italien starten Fähren unter anderem von Genua, Livorno, Piombino, Civitavecchia und Neapel. Aus Frankreich gehen Verbindungen von Marseille, Toulon und Nizza, aus Spanien von Barcelona. Von Korsika aus gibt es Verbindungen von Ajaccio und Bonifacio.
Die sardischen Ankunftshäfen sind Porto Torres, Santa Teresa Gallura, Olbia, Arbatax und Cagliari. Auf diesen Strecken fahren unter anderem Moby Lines, Grimaldi Lines, Corsica Ferries, Grandi Navi Veloci, Tirrenia und La Meridionale.
Die Überfahrtsdauern sind sehr unterschiedlich. Einige Beispiele:
| Strecke | Überfahrtsdauer (ca.) |
|---|---|
| Bonifacio – Santa Teresa di Gallura | 50 Minuten |
| Livorno – Olbia | 7 Stunden 30 Minuten |
| Genua – Porto Torres | 11 Stunden |
| Barcelona – Porto Torres | 13 Stunden 30 Minuten |
| Marseille – Porto Torres | 17 Stunden 30 Minuten |
Beispielwerte für die Überfahrtsdauer. Tatsächliche Fahrzeiten hängen von Strecke, Reederei und Saison ab.
Fahrpläne, Preise und Verfügbarkeit schwanken saisonal stark und müssen direkt bei den Reedereien geprüft werden. Die hier genannten Strecken und Reedereien sind ein Überblick, keine Buchungsgrundlage.
Mit dem Flugzeug
Wer fliegt, ist schneller auf der Insel. Am Flughafen angekommen, braucht man allerdings ein Fortkommen – für Familien mit Kindern heißt das in der Regel einen Mietwagen vor Ort.
Fliegen lohnt sich vor allem, wenn wenig Ausrüstung mit muss. Wer nur Kletterschuhe und einen Gurt im Gepäck hat, ist mit dem Flug meist schneller und unkomplizierter am Ziel.
Kletterausrüstung im Flugzeug
Ein praktischer Hinweis für Kletterfamilien: Karabiner, Sicherungsgeräte und ähnliches Metall gehören ins aufgegebene Gepäck, nicht ins Handgepäck. Das erspart Diskussionen an der Sicherheitskontrolle. Die genauen Regeln können je Fluggesellschaft abweichen – im Zweifel vorher bei der Airline nachsehen.
Fähre oder Flug – was passt wann?
Wer Kletterausrüstung, Kindersitze und viel Gepäck mitnimmt, fährt mit dem eigenen Auto oft entspannter, auch wenn die Anreise länger dauert. Alles bleibt im Kofferraum, es gibt kein Umpacken, und am Ziel ist man sofort mobil.
Wer nur Schuhe und Gurt braucht, fliegt schneller und mietet vor Ort ein Auto. Die Anreise ist kürzer, dafür kommt am Ziel eine Mietwagenorganisation dazu.
Beides ist mit Kindern machbar – die Entscheidung hängt am Ende davon ab, wie viel Ausrüstung die Familie mitbringt und wie viel Zeit sie für die Anreise investieren möchte.
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